Freitag, 19. Oktober 2012

Rezensionen schreiben: Freude oder Qual?

Als richtige Buchratte und Bloggerin gehört das Rezensieren dazu wie das Amen zur Kirche. Aber manchmal hat man Bücher dabei, die sind eher Mittelmaß und dann steht man da: eine Rezension schreiben...aber was sagt man?
 Geht euch das auch so, dass man mitunter absolut keine Lust zum Rezensieren hat? Besonders ergeht mir das so bei 0815 Büchern die nichts neues präsentieren und bei denen ich meine Empfindungen in einem Satz sagen könnte: Ganz nett, nicht mehr. Da gestaltet sich bei mir eine Rezension eher als Qual. Erst neulich stand ich bei "Skin Deep" vor diesem Dilemma. Ich hatte es aus gelesen und das Gefühl ich wäre ein Luftballon dem alle Luft entwichen war. Keine Puste um auch nur irgendein Satz zu schreiben. Ich ließ also mehrere Tage ins Land ziehen, bis ich mir irgendwann ein paar Sätze aus dem Gehirn geknetet habe. Geht euch das auch so? Was macht ihr dann? Gar nicht rezensieren, oder Auge zu und durch?
Bei 5 oder 4 Sterne Büchern schreibe ich gerne Rezensionen, da gleichen sie für mich der Kerbe im Bettpfosten :) Bei 1 oder 2 Sterne Büchern helfen sie mir, meinen Frust von der Seele zu schreiben..aber 3 Sterne Bücher? Gott bewahre..da macht sich bei mir dann immer die Unlust breit. Aber als Bloggerin bin ich eben auch ein Suchti was Rezensionen anbelangt...zu jeder Lektüre muss ich meinen Senf dazu geben......Ich bin auf eure Erfahrungen gespannt!

Kommentare:

  1. Haha GENAU!!! :D GENAU SO geht es mir auch *sich endlich verstanden fühl*

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  2. Ayanea, Du sprichst mir aus der Seele. Mir geht es ganz genauso. Bei 4-5 Sterne Bücher bin ich voller Freude dabei, bei 1-2 Sternebücher muss ich meinen Frust ablassen. Aber dann gibt es halt die von mir gefürchteten (was REzis angeht) 3-Sternebücher. Einfach nur grausam, aber hier bin ich ziemlich stur. Rezis sind für mich auch Gedankenstützen, sodass ich auch in ein paar Jahren noch weiß, warum mir jenes Buch gefallen oder halt nicht gefallen hat. Also raff ich mich dann doch immer wieder auf.
    LG Isabel

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  3. Hm, mir geht es nicht unbedingt so. Es gibt die Dinge die mich stören und die erläutere ich dann. Hab zwar meistens auch dieses okay, aber nicht mehr Gefühl bei einem Buch, aber dann schreibe ich halt was mir gefehlt hat.
    1 Stern vergebe ich nicht und 2 auch nur sehr selten, ich finde kein Buch hat einen Stern verdient und bin auch der Meinung, dass die meisten das Buch dann zu hart bewerten. Bei zwei Sternen fällt es mir dann schon wesentlich leichter, weil es dann jede menge gegeben haben muss mit dem ich mich nicht anfreunden konnte. ;)
    Bei 4 und 5 Sternen fällt es mir auch leicht, bei manchen Büchern weiß ich meine Begeisterung nur nicht immer in Worte zu fassen. Ich hab dann immer das Gefühl, meine Worte können nicht ausdrücken wie toll dieses Buch war. Das finde ich schade und dann brauch ich immer ein bisschen länger mit der Rezension.
    Ich rezensiere aus Prinzip alle Bücher, bei einigen muss ich mehr überlegen was ich schreibe, bei den meisten fließt es aber nur so heraus. ;)
    Aber das ist bei mir meistens ganz unabhängig von der Anzal an Sternen die ich vergebe..

    Liebe Grüße
    Svenja

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  4. Oh, das kenne ich nur allzu gut. Bei 5 Sterne Büchern macht es viel Spaß, die eigene Begeisterung mit anderen zu teilen. Bei 1 Stern Büchern tut es, wie du schon geschireben hast, gut, sich den Frust von der Seele zu schreiben. Allerdings schreibe ich ungern komplett schlechte Bewertungen, da sicher jedes Buch seinen Leserkreis finde und ich den Büchern ungern schade. Aber ein schlechtes Buch gut zu bewerten, ginge auch nicht.

    Bei allem, was nur aus heißer Luft besteht, muss ich mich auch immer selbst in den Hintern treten, um endlich eine Rezi zu schreiben - aber unrezensiert kann ich es auch nicht lassen. Aber es gibt sie wirklich, diese Bücher, die nicht schlecht sind, die einem aber trotzdem so ziemlich nichts gegeben haben - sie ziehen einfach spurlos an einem vorrüber. Man hat sie halt gelesen, aber hätte man es nicht getan, hätte man auch nichts verpasst.

    Aber auch das wollen wir von dir wissen, also immer schön brav ein paar Sätze abringen! ;-)

    LG fireez

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  5. Ich habe teilweise Bücher dabei, da juckt es mir schon beim lesen in den Fingern und ich kann es kaum abwarten endlich eine Rezension darüber zu schreiben. Und dann schreibe ich.. und schreibe und kann gar nicht mehr aufhören, weil ich doch über dieses eine Buch so viel zu erzählen habe. So erging es mir bei "Der Übergang". Ich war total euphorisch...

    Und dann sind da natürlich auch jene Bücher, die die Welt nicht braucht. Diese Rezensionen sind meistens eine Qual. Ich hatte allerdings auch schon gute Bücher, wo auch ich nur Luft im Kopf hatte und überhaupt nicht wusste, wo ich anfangen und was ich schreiben soll. Leider ist das in letzter Zeit sehr oft vorgekommen. Letztens erst habe ich "Tannöd" gelesen. Gute Geschichte, aber ich wusste trotzdem nicht was ich darüber schreiben soll, also ließ ich es..

    Eigentlich ist das eine Todsünde, so rein gar nichts über ein gelesenes Buch zu schreiben *grins*

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  6. Also, ich versuche das ganz locker zu nehmen. Wenn ich Lust habe ein Buch zu rezensieren dann mache ich es. Wenn nicht dann nicht. Momentan ist es bei mir sogar bei guten Büchern so, dass ich es lasse, da ich das Gefühl habe es kommt irgenwie immer das gleiche bei raus. Z.B bei Romantasys ist das der Fall. Nur bei solchen, die ich so gut finde und denke, es könnte für andere Interessant werden, dann schreibe ich unbedingt eine Rezi. Bei ganz schlechten Büchern, Hach ein bisschen Sarkasmus kann nie Schaden, schreibe ich sie auch gerne. Schließlich soll das rezensieren ein Hobby bleiben und Spaß machen. Wird es dann zum Muss, geht die Freude flöten. Darum immer schön locker und es ruhig mal sein lassen, wenn es Stress verurachen sollte.
    LG

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  7. Bei mir sind es auch diese durchschnittlichen Bücher, die ich meistens dann nicht rezensiere ^^ Ich nehme es mir am Anfang zwar vor, notiere mir vielleicht auch ein oder zwei Dinge, aber ich komm dann nie zum Schreiben selbst und irgendwann kann ich mich noch weniger daran erinnern und dann fände ich es unfair irgendwas zum Buch zu schreiben und lass es schlussendlich dann bleiben. Leid getan hat es mir dann aber in den wenigstens Fällen und ich war eher erleichtert mich da nicht stressen zu müssen. Denn in der Zwischenzeit hat man ja meistens schon wieder ein gutes Buch gelesen bei dem sich die Rezension wieder fast von selbst schreibt ;)

    Ich kann dir also nur raten dir in dieser Hinsicht keinen Stress zu machen und die Rezension sein zu lassen. Und wenn dir das noch schwer fällt kannst du ja immer noch in deinem Monatsrückblick kurz auf diese unrezensierten Bücher eingehen. Oder vielleicht alle paar Wochen einen Sammelpost zu den Unrezensierten und dann eben nur ein oder zwei Sätze zu schreiben? *grübel*
    Auf jeden Fall bin ich schon neugierig welche Lösung du da für dich findest :)
    liebe Grüße, Melanie

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  8. Hmmm...also ich habe damit eher kein Problem. Wenn das Buch mittelmäßig war, dann kann ich es ja trotzdem mitteilen und den Lesern erklären, warum ich es so mittelmäßig fand. Vielleicht nehme ich das Buch dann auch mehr auseinander, da es kein 'Rundum-Sorglos-Paket' ist. Schließlich möchte man ja selbst wissen: Was genau hat mich denn nun gestört und was mochte ich trotzdem ganz gerne.
    Bei 3 Sternen muss es ja schließlich von allem etwas gewesen sein ;)
    Grüße, Hannah :)

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  9. Ich habe auch schon Bücher gelesen, die mir wirklich gut gefallen haben. Aber manchmal kann ich noch nicht mal wirklich begründen, warum mir ein Buch gut gefallen hat. Dann fällt mir wirklich nur ein: "Hm..joa..lässt sich gut lesen..." und das war's. Entweder schreibe ich dann nur eine kurze "SMS", also nur 2 oder 3 Sätze. Oder ich lasse es ganz sein und schreibe gar nichts.
    Wer zwingt uns dennn? Wenn es nicht gerade ein Rezensiuons-Exemplar ist, ist es doch Wurscht.
    Also mach Dir mal keinen Stress :))

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  10. Oh, das kenne ich zu gut. Manchmal habe ich aber auch das Problem, dass ich nach dem Auslesen mir gerne alle meine Eindrücke von der Seele schreiben würde, aber in dem Moment keine Zeit habe. Später sind die Eindrücke dann nicht mehr so frisch und es wird eher zur Pflicht. Zum Glück ist das aber nur selten der Fall. :)

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  11. Ich stecke im Moment in einer tiefen Rezensionsunlust, aber ich bin einfach mal zuversichtlich, dass die irgendwann schon wieder vorbeigehen wird. Denn allgemein schreibe ich sehr gern Rezensionen zu Büchern, das war immerhin irgendwann der Grund dafür, neben meinem Privat-Laber-Blog noch einen extra Bücherblog zu führen.
    Das Problem, dass ich zu manchen Büchern nichts zu sagen weiß, habe ich interessanterweise öfter bei Büchern, die ich ganz gut fand und die ich mit 4 Sternen bewerten würde. Mir fällt es meistens leichter, zu benennen, warum ich ein Buch schlecht oder Mittelmaß fand.

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  12. @all: Wie schön das ihr so zahlreich geantwortet habt. Und ich finde es schön zu lesen, das auch ihr ab und zu unlustig seid was Rezensionen schreiben anbelangt! Das macht mir Mut. Viele von euch haben zwar geschrieben, ich solle mich nicht stressen und keine Rezi schreiben, wenn ich das Buch nur mittelprächtig fand, aber das kann ich auch nicht machen. Eine Rezension ist für mich der eigentliche Abschluss eines Buches. Ohne Rezension hätte ich wohl immer das Gefühl das ich das Buch nicht ad acta legen könnte.
    :) Aber wirklich, ich bin primär froh, das es euch ähnlich geht! :) Dann drücke ich an dieser Stelle alle die Daumen das sie in der Mehrzahl Bücher lesen die sich ganz leicht rezensieren lassen :) Weil sie so viel zu Denken geben (ob im positiven oder schlechten Sinne) :)

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  13. Sind die Bücher, die die Welt nicht braucht selbstverlegte Bücher, oder über einen Verlag erschienen? Ich schreib darüber gerade ein wissenschaftliche Arbeit für mein Studium und würde gerne Eure Meinung hören.

    Meine These ist, dass selbst verlegte Bücher meistens ohne Lektorat auf den Markt geworfen werden und dass der Bücherwelt so droht, an Authentizität zu verlieren.

    Eine Seite die mich in meiner These unterstützt ist zum Beispiel diese hier, denn die Arbeit eines guten Verlags sollte nicht unterschätzt werden.

    http://www.frieling.de/manuskript-einreichen

    Danke im Voraus für Eure Hilf
    Liebe Grüße
    Sophie

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Paradiesische Sprechblasen