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Samstag, 13. Oktober 2012

[bloggdeinbuch] Ein provakanter Titel, ein Buch mit Gefühl!

www.bloggdeinbuch.de
Da war er endlich: der Jugendroman der mich wirklich berühren konnte. Ein glaubhaftes Setting, der mich selbst zum Nachdenken anregte und mich eine Rezension schreiben ließ, die ganz allein meiner Mutti gewidmet ist. Der Person im Leben die mir unglaublich viel bedeutet und bei der ich hoffe noch viele, viele, viele Jahre mit ihr verbringen zu dürfen.







Wie viel Leben passt in eine Tüte?
Donna Freitas
(400 Seiten)
18,95 €
ISBN: 978-3522303125






Inhalt:

Ein iPod mit Liedern, ein Foto mit Pfingstrosen, ein Kristallherz, Buntstifte, ein Papierstern, ein Papierdrachen. Das alles befindet sich in der schlichten braunen Papiertüte mit der Aufschrift „Roses Survival Kit“, die Rose am Tag der Beerdigung ihrer Mutter findet. Es ist ein letztes Geschenk an Rose – und der Beginn einer Reise. Zögernd lässt Rose sich darauf ein. Jeder Gegenstand scheint sie dabei auf seltsame Art zu Will zu führen. Schon bald merkt sie, dass sie mehr für den zurückhaltenden Jungen empfindet. Doch dann geschieht etwas, dass Roses und Wills aufkeimendes Glück tief erschüttert. Ob ihre Mutter ihr auch für diese Situation etwas hinterlassen hat?

Donnerstag, 26. Januar 2012

Hartes Studentendasein!

Ok, meine Eltern haben mir immer gesagt, als ich noch zur Schule ging: Die Studentenzeit wäre die schönste Zeit in ihrem Leben gewesen. Nun war ich selbst Studentin...und ich fand diese Zeit auch besonders schön- ungeahnte Möglichkeiten, ein Gefühl der Freiheit, Freundschaften die tiefer gingen als die zur Schulzeit...aber es geht immer auch anders. Als ich von dem Roman "Mein teures Studium" hört, musste ich es einfach lesen, denn so rosig wie mein Studentendasein war es in diesem Buch für Laura nicht. Sie musste sich nämlich prostituieren. Hierzu meine Rezension.





Mein teures Studium
Laura D.
(256 Seiten)
8,95 €
ISBN: 978-3442155934







Inhalt:

Was bringt eine gebildete, attraktive junge Frau dazu, ihren Körper als Ware anzubieten? Ein Buch, das für Aufregung sorgt: die intimen Bekenntnisse der französischen Studentin Laura, die aus Geldnot zur Prostituierten wurde. Offen und ungeschminkt berichtet sie, wie sie ihren Körper verkauft und welchen Preis sie für ihr Doppelleben bezahlt.

Rezension

franz. Buchcover
Das Bafög der etwas anderen Art

Mein teures Studium hat damals beim Erscheinen in Frankreich (aus dem Französischen übersetzt) für riesen Furore gesorgt. Denn die Studentin Laura D. beschreibt wie sie gezwungen war sich zu prostituieren, um sich ihr Studium zu finanzieren.

Das Buch ist also keine leichte Kost und nichts für Zwischendurch. Da ich selbst mal Studentin war, hat mich dieses Thema brennend interessiert, zudem hatte ich vor kurzem dem Film dazu gesehen und daraufhin nochmal zum Buch gegriffen. Das Leben scheint in Frankreich sehr teuer zu sein und viele Studenten- insbesondere Frauen sehen ihren letzten Ausweg in der Prostitution. So entschließt sich Laura ebenfalls diesen Weg zu gehen und sucht per Internet nach potentiellen Freiern.

Das Buch hat einen sehr ernüchternden Schreibstil. Emotionen kommen kaum herüber, es ist eher so als konnte Laura D. nur so ihre Erlebnisse nieder schreiben, indem sie sie wie einen Tatsachenbericht herüber bringt. Ereignisse reihen sich aneinander und immer steht natürlich Laura im Mittelpunkt, die sich immer wieder selbst versucht vor sich zu rechtfertigen, da sie keine andere Wahl hatte, als diesen Weg zu gehen. Natürlich werden auch die Geschichten rund um ihre Freier erzählt, die sich alles andere als schön lesen. Denn man hat das Gefühl, dass Laura nur auf alte, gierige Ekelpakete getroffen ist, die die unmöglichsten Phantasien haben.

Da Laura sich nur des Geldes wegen zu der Prostitution entschließt, ist sie natürlich während ihres Jobs alles andere als angetan. Manchmal reagierte sie so extrem, fast zickig- ein Wunder das sie da noch Geld erhalten hatte. Es lässt sich an dieser Stelle natürlich darüber streiten, ob es einen geldlich wirklich so schlecht gehen kann, dass man letzten Endes diesen Schritt gehen muss. Ich war selbst nie in der Situation (Gott sei Dank) und kann in dieser Hinsicht darüber natürlich nicht urteilen. Ich weiß nicht ob der Spruch "es gibt immer einen anderen Weg" so leicht umsetzbar ist. Denn ungeschminkt gesagt, Prostitution ist ein schneller Weg an sehr viel Geld zu kommen. Natürlich ist Laura diesem Geld auch erlegen. Je mehr sie erhält, umso mehr leistet sie sich auch und braucht immer neues. Wenn einen der Job also so dermaßen anekelt, warum dann das Geld mit vollen Händen ausgeben?

Mitunter war mir Laura als Person auch sehr unsympathisch. Fehler suchte sie grundsätzlich nie bei sich selbst. Sie wirkte in ihrer ganzen Art sehr, sehr überheblich und ich nahm es ihr einfach nicht ab, das sie bei ihrem ersten Job, das verschreckte Mädchen war und beim zweiten Job schon dermaßen abgebrüht- da passte was nicht zusammen.

Alles in allem ist "Mein teures Studium" ein erschreckendes Mahnbeispiel dafür, dass Studenten mitunter unter wirklicher Existenzangst leisten- besonders in Frankreich soll dies Gang und Gebe sein. Wem es interessiert, einfach lesen oder schaut euch den Film an- der ist relativ nah am Buch.