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Samstag, 13. August 2011

99% der Weltbevölkerung sterben - du hast überlebt!

Jo Treggiari [Quelle]
Ich liebe diese Gedanken ala "Was wäre wenn". Was wäre, wenn ich der letzte Mensch auf Erden wäre? Was wäre, wenn Naturkatastrophen viele Leben auslöschen und man muss allein ums überleben kämpfen. Wie würde ich mich behaupten?! Sehr oft beschäftigen mich diese Fragen. Umso gespannter war ich auf den Endzeitroman "Ashes, Ashes" der sich genau darum dreht (laut Klappentext). Die Geschichte setzt da ein, wo schon 99% der Weltbevölkerung dahin gerafft wurden und Lucy Holloway auf sich allein gestellt ist. Es ist kein schlechtes Buch, aber für mich war es definitiv zu "wenig" Endzeit. Aber bevor wir zur Rezension kommen, widmen wir uns doch erstmal der Autorin. Buisness as usual, u know? :)

Jo Treggiari wurde in London geboren. Sie verbrachte ihre Kinderheit jedoch sowohl in Kanada, Roccasinibalda in Italien als auch Kalifornien. Jo Treggiari arbeitete lange Zeit in der Musikbranche und besitzt nun ihre eigene Indie-Plattenfirma. Mit dem Schreiben von Geschichten begann sie im Alter von 8 Jahren für ihre kleine Schwester. Oft überarbeitete sie Märchen um und gab den Prinzessinnen etwas mehr Charakterstärke. »Ashes, Ashes« ist der erste Roman der von Jo Treggiari ins deutsche übersetzt wurde. Er wird im Juli 2011 vom Ars Edition Verlag veröffentlicht. [Quelle: lovelybooks]

Wer noch mehr erfahren möchte, sollte ihrer offiziellen Homepage einen Besuch abstatten. ENTER

[Quelle]






Ashes Ashes
Jo Treggiari 
(400 Seiten)
16,95 €
ISBN: 978-3760784717







Inhalt:

Die Welt, wie wir sie kannten, existiert nicht mehr. Tödliche Epidemien, Tsunamis und Klimakatastrophen die sechzehnjährige Lucy hat das Ende der Welt kommen und gehen gesehen. Als eine der wenigen Überlebenden eines alles vernichtenden Virus versucht sie sich in den zum Dschungel gewordenen Ruinen von New York durchzuschlagen. Doch Lucys Welt ist voller Bedrohungen: gefährliche Diebe und skrupellose Plünderer streifen umher. Als eine Horde wilder Hunde sie jagt, gelangt sie ans Ende ihrer Kräfte. Doch wie aus dem Nichts taucht Aidan auf ein Junge, der ihr hilft, der tödlichen Meute zu entkommen und sie überredet, sich seiner Gruppe von Überlebenden anzuschließen. Aber auch diese kleine Gemeinschaft wird bedroht. Und langsam beginnt Lucy zu ahnen, dass sie selbst das Ziel der nächtlichen Überfälle ist. Etwas an ihr scheint anders zu sein. Doch was ist Lucys Geheimnis, das für die letzten überlebenden Menschen Bedrohung und Erlösung zugleich ist? 

Rezension

enlg. Original
 Das Ende ist auch ein neuer Anfang

Nachdem ich so viele schlechte Rezensionen über dieses Buch gelesen hatte, war ich überrascht, wie gut ich mit dem Roman klar kam. Die Welt wie wir sie kennen, besteht nicht mehr. Naturkatastrophen und zwei Epidemien haben 99% der Erdbevölkerung dahin gerafft. Lucy Holloway kämpft seitdem in den Ruinen von New York um ihr Überleben.
Was viele gerade zu Beginn des Buches kritisiert haben, war der lange Einstieg. Nun, es ist kaum wörtliche Rede vorhanden, da die Hauptprotagonistin die ganze Zeit alleine ist und der Leser mit ihrer Welt und ihrem Dasein als Überlebende vertraut gemacht werden soll. Ich fand diesen Anfang keineswegs zäh, sondern sehr passend, ich hätte wohl keinen anderen Anfang haben wollen, um mich in Stimmung zu bringen. Es ist einfach passend, wenn ihre Handlungen beschrieben werden, wenn sie versucht aus dem wenigen was sie zur Verfügung hat Nahrung zu machen. Ich glaube heutzutage wäre jeder von uns damit schlicht weg überfordert. Die Erzählung wird schrittweise durch Rückblicke in ihre Vergangenheit aufgelockert und man lernt die richtige Lucy kennen. Als sie plötzlich auf Aiden trifft und gezwungen wird sich seinem Camp anzuschließen, weil ein Tsunami ihren Unterschlupf vernichtet hat, erhält sie endlich wieder Kontakt mit weiteren Menschen. Auf einmal wird der Leser mit sehr, sehr vielen Nebencharakteren konfrontiert und man muss schon bei der Sache sein die vielen Namen auseinander zu halten. Zudem wirkte deren Charakterbild viel zu unausgereift. Neben Lucy wurden ihre Gegenspielerin Del, Aiden, seinem Bruder Sammy und Gremmaline Rose näher beleuchtet. Was mich sehr stark an dem Buch gestört hat, war die Beschreibung der "Naturkatastrophen". Als die Autorin den Tsunami beschrieben hat, war ich sehr, sehr enttäuscht. Es kam nicht die entsetzliche Stimmung auf, die einen ereilt, wenn man sich solch einer Naturgewalt gegenüber sieht. Nach einer halben Seite war der Tsunami schon wieder passé. Zudem gab es auch an dieser Stelle einen gewaltigen Logikfehler. Es war von einer Leuchtturminsel die Rede, die von den Sweepern besetzt wurde, die hätte aber spätestens nach dem Tsunami den Erdboden gleich gemacht sein sollen, oder irre ich mich etwa? Solche Aspekte stören mich als Wissenschaftlerin immer umso mehr. Für einen Endzeitroman hab ich doch eindeutig mehr Naturkatastrophen erwartet. Ansonsten fand ich die Erzählung der "neuen Welt" doch recht stimmig und konnte daher das Buch in einem Zuge verschlingen. Was viele des weiteren bekrittelt haben, waren die fehlenden Emotionen und Gefühle der Hauptprotagonistin- ich muss an dieser Stelle sagen, dass mich das weniger gestört hat. Wenn man nur damit beschäftigt ist, sich irgendwie die nächste Nahrung zu beschaffen, hat man doch weder Zeit noch Muse über Gefühle anderer nach zu denken. Daher glaube ich auch, dass sich Ashes, Ashes am besten für die Männerwelt eignet. Mein Freund hat dieses Buch ebenfalls gelesen und hätte 4 Sterne gegeben. Ich gebe drei Sterne weil ich das Ende etwas zu merkwürdig fand, ich hätte mir einen anderen Romanverlauf erhofft. Daher 3 Sterne mit Tendenz nach oben für Ashes, Ashes.
 Alles in allem ganz nette Unterhaltung, aber ich finde man hätte wesentlich mehr aus dem Stoff machen können! Aber was wirklich positiv zu benennen ist, das womöglich unsere Herren der Schöpfung mehr auf ihre Kosten kommen können, weil keine kitschige Liebesgeschichte verwurstet wurde :) Also ran an das Buch! 

Und wie immer möchte ich eure Meinung zu den "Was wäre wenn" - Fragen wissen :) Macht ihr euch auch manchmal solche Gedanken? Ganz aktuell steht ja der 21.12.2012 im Raum- schon mal was davon gehört? Laut Maja Kalender soll es dann "krachen" ;) Stellt euch vor, ihr wärt an Lucy`s Stelle. Würdet ihr versuchen euch allein durch zu schlagen, oder die nächstbeste Gemeinschaft suchen? Lest ihr gerne solche Endzeitromane? 

So, ich verabschiede mich dann erst mal für eine Woche nach Prag. Ich hoffe wie gesagt, dass dor alles so funktioniert wie ich es mir erhoffe und ich habe Internet. Soll dem so sein, werde ihr gar nicht merken, das ich weg bin :)