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Donnerstag, 12. Juli 2012

One year in Paris

...Ich gebe es zu, nur Reni und ihre verteufelt gute Rezension ist daran schuld, das ich ebenfalls "Herzklopfen auf Französisch" lesen wollte, ja sogar musste, so wässrig hat sie mir den Mund damit gemacht/geschrieben. Ich konnte also nicht an mich halten und das Buch war in zwei Tagen schon durch gelesen (und das mit Neugeborenen Kind). Hier nochmal ein großes Dankeschön für dein sommerlichen Buchtipp, die Sonne schien dadurch direkt in mein Herz.






Herzklopfen auf Französisch
(448 Seiten)
6, 00 €
ISBN: 978-3570401231







Inhalt:

Ein Jahr in Paris? Die 17-jährige Anna könnte sich Besseres vorstellen, als in einem Land zur Schule zu gehen, dessen Sprache sie nicht spricht. Und dafür muss sie auch noch ihren Schwarm in Atlanta zurücklassen. Doch schon bald lernt die angehende Filmkritikerin das französische Leben zu schätzen: echter Kaffee, wunderschöne Gebäude und Kinos wohin man schaut! Vor allem der attraktive Étienne führt Anna durch das schöne Paris – und wird zu ihrem besten Freund. Doch als ihre Freundschaft immer enger wird, sind beide verunsichert – und das nicht nur, weil Étienne eine Freundin hat …

Dienstag, 23. August 2011

Geschichten die vom Leben erzählt werden...

Heute möchte ich ein ganz besonderes Buch vorstellen. Ein Buch welches an sich doch sehr einzigartig ist und überaus mit wunderschönen Illustrationen daher kommt. Ein Buch welches sowohl Jung als auch Alt begeistern kann, weswegen es gleich von zwei Verlagen veröffentlicht wurde. Die Rede ist von Sieben Minuten nach Mitternacht von Patrick Ness. Es beginnt allein schon mit dem genialen und traurigen Vorwort zugleich. Denn das Buch entstammt zwar aus der Feder von Herrn Ness, die Idee hatte aber eine andere Autorin die leider an Krebs verstorben ist, ehe sie ihre Idee zu Papier bringen konnte.

Patrick Ness (Autor) und Siobhand Dowd (Ideengeber, verstorben)
Bevor wir nun also zu dem kleinen Buchjuwel kommen, möchte ich noch kurz einiges über das "Autorenduo" los werden. 

Patrick Ness wuchs in den Vereinigten Staaten und auf Hawaii auf. Seit Ende der 90er-Jahre lebt er in London und ist dort als Dozent für kreatives Schreiben und Literaturkritiker für die Tageszeitung The Guardian tätig. Er hat bereits einige Romane für Erwachsene, Kinder und Jugendliche verfasst und wurde dafür mehrfach ausgezeichnet.

Siobhan Dowd geboren am 4. Februar 1960 im County Wexford war eine irisch-britische Schriftstellerin. Sie ging in London auf eine katholische Schule und studierte in Oxford, wo sie mit Unterbrechungen bis zu ihrem Tod lebte. Sie arbeitete als Redakteurin bei PEN International und als freischaffende Autorin. 2006 veröffentlichte sie ihren viel gelobten Debütroman "Ein reiner Schrei" ("A Swift Pure Cry"). Nach drei Jahren Krankheit starb Dowd am 21.08.2007 an Brustkrebs.

[Quelle]





Sieben Minuten nach Mitternacht
Patrick Ness & Siobhan Dowd
(216 Seiten)
16,99 €
ISBN: 978-3570153741






Inhalt: 

Das Monster erscheint sieben Minuten nach Mitternacht. Aber es ist nicht das Monster, das Conor fürchtet. Was er eigentlich fürchtet, ist der Albtraum, der ihn jede Nacht quält, seit seine Mutter ihre Behandlung begann. Das Monster aber, das scheinbar im Garten hinter Conors Haus lebt, verkörpert etwas völlig anderes. Es ist uralt, wild und weise – es ist das Leben selbst. Und es ist gekommen, um Conor zu helfen. Es wird ihn hinab in die tiefsten Tiefen seiner Seele führen und es wird ihm das Gefährlichste überhaupt abverlangen: die ganze Wahrheit. Denn nur wenn Conor sich dieser stellt, wird er das wahre Wesen des Lebens erkennen ...[Quelle]

Rezension

engl. Original
Geschichten gehen nicht immer gut aus

In Sieben Minuten nach Mitternacht geht es um den 13 jährigen Conor, der eine schwer kranke Mutter hat. Eines Nachts, um genau zu sein Sieben Minuten nach Mitternacht, erscheint ihm auf einmal ein altes Monster, in Form eines Eibenbaumes und erzählt ihm nach einander 3 Geschichten. Geschichten, die das Leben schreibt, am Ende soll schließlich Conor eine Geschichte erzählen, eine über seine Wahrheit.
Ich muss gestehen, es fällt mir schwer Worte für dieses Buch zu finden. So wurde in dem Buch so viel angesprochen, was wahr ist, wichtig, woraus man Kraft ziehen kann, aber auch zutiefst traurig und berührend ist. Keine Worte, keine Rezension werden dem also gerecht werden. Was am Anfang recht harmlos anfängt und man sich eher fragt, was denn nun so emotionales an dem Buch dran sein soll, wird man zum Ende hin regelrecht mit der Nase drauf gestoßen. Viele haben bei der Geschichte geweint- gut das musste ich nicht, dennoch hat sie mich zutiefst berührt. Ich denke gerade Menschen, die derzeit einen lieben Menschen haben, der mit einer schweren Krankheit gezeichnet ist, wird Kraft aus diesen Buch ziehen können. Gott sei Dank wurde ich davor bisher verschont, war aber dennoch in der Lage mich in der Gefühlswelt von Conor einzufinden. Gerade den bedrückendsten Gedanken, den Conor hegt und dem der Leser erst ganz am Ende erfährt, finde ich zutiefst menschlich. Ich glaube ich würde in so einer Situation ganz ähnlich empfinden. Der Roman wird von vielen liebevollen Illustrationen begleitet, die die recht düstere Stimmung ebenfalls einfangen und an den Leser weiter geben. Es ist definitv ein Buch welches zum Nachdenken anregt. Die 3 erwähnten Geschichten bergen jede in sich eine andere Weisheit. Daher lautet wohl mein Rat an alle: lest dieses Buch, seid traurig, aber blickt nach vorn. Ein Muss in jedem Bücherregal.


Die Illustrationen in diesem Buch sind sehr düster gehalten und gehen wirklich unter die Haut...daher gefällt mir auch das englische Originalcover besonders gut, weil es direkt das Monster zeigt. Folgende Illustration aus dem Buch fand ich auch genial:
das Monster [Quelle]
Dieses Buch eignet sich wirklich für alle Leute die einen schweren Verlust erlitten haben. Es ist wirklich traurig, gibt am Ende aber auch einen Funken Hoffnung. Was haltet ihr davon das Leben an sich symbolisch als ein Monster darzustellen?