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Mittwoch, 24. August 2011

Wie transparent ist dein Blog...

Antje Szillat [Quelle]
...oder deine Internetpräsenz? Ich mache mir sehr oft Gedanken darüber wie persönlich ich in einem Blog oder im Internet sein darf und sollte. Meine Bilder die ich von mir zeige sind rar gesäht, weil ich eigentlich die Meinung vertrete, dass ich nicht möchte das wildfremde Menschen alles über mich wissen, um womöglich eines Tages sogar vor meiner Tür zu stehen?! Viele sind ja sehr schnell was das hochladen von aktuellen Photos angeht, man schafft ja somit auch Nähe zu seinem Leser und der Leser findet es schön, wenn er intimeren Kontakt zum Schreiber hegt. Aber man möchte ja nicht, das die eigenen Informationen und Bilder missbraucht werden. Ob man das nun erfährt oder nicht, ist egal.
Das es heute sogar Schullektüre zu diesem Thema gibt finde ich vollkommen in Ordnung und sogar zwingend notwendig. So sind es doch gerade die Jüngeren von uns, die ganz naiv und arglos an das Internet heran gehen und so ziemlich schnell auch in die Falle tappen können. Somit möchte ich nun das Buch vorstellen, was ich ob der Thematik mehr als wichtig finde, jeder Blogger, jeder Teenager, jeder Jugendliche, jedes Elternteil sollte eventuell mal einen Blick rein werfen und sich nochmal überlegen:  

wie transparent bin ich im Internet? 

Bevor wir aber zum Buch kommen, folgt erstmal ein Autorenprofil.

Antje Szillat wurde 1966 in Hildesheim geboren und ist eine deutsche Schriftstellerin. Sie lebt mit ihrem Mann und vier Kindern in der Nähe von Hannover. Antje Szillat ist ausgebildete Lerntherapeutin und Lernberaterin. Sie ist als freie Redakteurin für unterschiedliche Print- und Online-Magazine (darunter KidsLife, Federwelt und Urbia) und als freie Autorin von Kinder- und Jugendbüchern sowie Sachbüchern tätig. In Kooperation mit der Stiftung Lesen leitet sie Leseclubs

Solltest du noch mehr über das Schaffen der Autorin wissen wollen, dann klick dich auf ihre offizielle Homepage rein. ENTER!

[Quelle]





Alice im Netz - Das Internet vergisst nie
Antja Szillat
(155 Seiten)
6,95 €
ISBN: 978-3935265485






Inhalt:

"Alice, alles, was ich über dich weiß, hast du mir selbst verraten. Alles, was du über mich wissen musst, ist, dass ich dich liebe – und dass du mir nicht entkommen kannst ... Jared" Zunächst glaubt Alice an einen Scherz, als sie diese E-Mail in ihrem Postfach vorfindet. Doch die Nachrichten, die der geheimnisvolle Jared ihr zukommen lässt, werden immer bedrohlicher und konkreter. Jared scheint einfach alles über sie zu wissen und als Alice endlich begreift, dass sie ihn selbst mit diesen Details über sich versorgt hat, nämlich in den zahlreichen Foren im Internet, befindet sie sich schon inmitten eines lebensbedrohlichen Alptraums. [Quelle: edition zweihorn Verlag]

Rezension

Das Internet ist Freund und Feind zugleich

"Alice im Netz" ist ein Buch über ein junges Mädchen- Alice- die einen Schulblog betreibt und täglich Beiträge über sich und ihre Mitmenschen veröffentlicht. Als sie eines Tages von einem wildfremden Absender eine Nachricht erhält in der steht, dass Jared (der Absender) sie beobachtet und liebt und sie ihm nicht entkommen kann, ist sie mitten in einem Alptraum gefangen.
Auf sehr wenigen Seiten (150) erzählt die Autorin sehr einfühlsam dem Leser, was alles passieren kann, wenn man dem Netz alles von sich preisgibt. Alice ist sehr naiv was das Internetgeschehen betrifft, sie lädt Videos, Bilder und vieles mehr von sich hoch. Sie wird also ganz transparent und so ist es nicht weiter wunderlich, dass sie sich auf einmal einem "verrückten" gegenüber sieht, der alles von ihr weiß (einschließlich die Adresse). Abwechselnd liest man von Alice und von dem unbekannten Stalker. Ich finde dieses Buch sehr wichtig, was die Aufklärung anbelangt. Wie ich das verstanden habe, wird dieses Buch auch durchaus in der Schule gelesen. Es ist sehr wichtig, dass Kinder die Gefahren des Internets auch lernen und das auch Eltern sich mit dem WWW auseinander setzen können. Die Nebenpersonen in dem Buch fand ich mitunter etwas zu oberflächlich beschrieben. Das liegt auch einfach daran, dass hier wirklich das Hauptproblem: Gefahren im Internet im Vordergrund steht. Die Sprache des Buches ist sehr eingänglich, leicht zu verstehen und gerade für jüngere geschrieben, daher "nur" die 4 Sterne. Wäre ich in dem entsprechenden Alter gewesen, hätte ich wohl auch zu 5 Sternen tendiert. Ich finde aber aufgrund der Wichtigkeit des Buches ist es unabdingbar das es in einem gut sortierten Bücherregal zu finden sein sollte, allein schon wenn man Kinder hat, die beginnen im Internet zu surfen. Schön, wenn es dann solche Bücher gibt, die Kinder aufklären können, ohne das die Eltern Verbote aussprechen müssen. Heutzutage sollte es unbedingt zum regulären Schulstoff gehören.

 Was ich an dieser Stelle nochmal lobend erwähnen möchte, ist der faire Preis des Buches. Es umfasst wirklich nicht viel Seiten, was einige Verlage trotzdem nicht davon abschreckt horrende Summen für ihre Bücher zu verlangen. Hier merkt man wirklich, das es diesem Verlag um eine Botschaft geht und nicht in erster Linie um den Gewinn. Top!

Nun möchte ich eure Meinung zu der Thematik: Persönliches offenbart im Internet, hören. Was haltet ihr davon intimste Photos zu sehen? (Manche Blogs oder Facebooksaccounts leben ja davon jeden Tag Bilder von sich selbst rein zu stellen). Wie transparent wollt ihr sein? Was findet ihr gut?